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Poetry Slam: Lesungen im Wettstreit

Poetry Slam: Lesungen im Wettstreit

Lesungen sind langweilig. Das ist unbestritten. Deshalb gibt es den Poetry Slam, ein Phänomen, das aus den USA kommt und sich inzwischen auf fast jede Stadt Deutschlands ausgebreitet hat. Aber nicht nur das: inzwischen gibt es den Poetry Slam auch im Fernsehen und im Internet. Neue Verlage für Bücher und Cds der spoken word – Künstler haben sich gegründet.

Poetry Slam wird auf Deutsch als “Dichterwettstreit” übersetzt. Bei der Veranstaltungen treten um die zehn Künstler mit ihren eigenen Texten gegeneinander an. Ein Zeitlimit ist dabei gesetzt. Das Publikum entscheidet darüber, welche zwei Kandidaten ins Finale kommt und anschließend wird ein Sieger gekürt.

Der Poetry Slam ist das Event des Publikums. Die Künstler sollen unterhalten, sollen die Zuschauer mitreißen. Literatur wird lebendig. Die Texte können gesprochen sein, gebrüllt, geflüstert gerappt und gereimt. Form spielt keine Rolle, nur die Gunst des Publikums. Die Texte können lustig sein oder ernst, einen zum Lachen oder zum Nachdenken bringen.

Mit www.myslam.de wurde ein Portal gegründet, in dem sich Fans über Poetry Slams in ihrer Nähe informieren können, über neueste Plattformen für das Format oder über die Künstler selbst. Es gibt auf der Seite auch eine Übersicht über Medien, die die Künstler hervor gebracht haben. Bücher also, in denen kurze Texte dominieren, oder CDs mit gesprochenen Texten. Oft wird dabei auch Musik und Literatur kombiniert. Was diese Medien von dem herkömmlichen Literaturbetrieb unterscheidet, ist die Publikumstauglichkeit der Texte.

Poetry Slams sind auf jeden Fall einen Besuch Wert, als kleinen Vorgeschmack gibt es die passende Sendung im Wdr.

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